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CME2018-07-06T18:24:04+02:00

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  • Milchkuh
  • Dairy Risk Management

Die Kassa-Milchpreisbildung, also die Preisbildung für die physische Milch, in den USA ist sehr vielseitig und kompliziert. Neben den üblichen Marktbedingungen, wie Angebot und Nachfrage, Kontraktlaufzeiten, Import/ Export, der Inlandskonjunktur und der eigenen Währung beeinflussen auch einige staatliche Regulierungs- und Unterstützungsprogramme die Milcherzeugung und somit die Milchpreise erheblich.

Die Vereinigten Staaten sind im Bereich der Milchproduktion eine stark politisch regulierte und gestützte Nation. So werden auf dem Kassamarkt Mindestpreise mittels staatlicher Vorgaben berechnet, um eine einheitliche Bepreisung für alle regionalen Milcherzeuger zu gewährleisten. Dieses Programm heißt „Federal Milk Marketing Order“. Weitere Unterstützungsprogramme sind oder waren in der Vergangenheit das „U.S. Dairy Price Support Porgram“ und das „Margin Protection Program for Dairy Producers“, welche ebenfalls Einfluss auf den Milchpreis haben. [Vgl. Bachelor-Thesis Thies Jensen Im Studienfach Ökonomik der Milchwirtschaft: Optionen auf dem U.S.-Milchterminmarkt – Übertragbarkeit auf Europa: Chancen, Risiken und Handlungsempfehlungen]

In der Milchpreisbildung stellen sogenannte „Federal Milk Marketing Orders“ eine vom Staat vorgegebene Preisbildung dar, mit dem Ziel einer ausreichenden Versorgungssicherheit zu einem angemessenen Preis, bei einer gleichzeitigen Sicherstellung von kostendeckenden Milcherzeugerpreisen und einer zukünftigen gesicherten Milchversorgung zu gewährleisten. Die beiden Hauptmerkmale des Systems sind die theoretische Bündelung der Milch und die staatliche Preisgestaltung.

Das Federal Order System in den USA wurde auf Grundlage des „Agricultural Marketing Agreement Act von 1937“ eingeführt und unterlag seitdem bereits einigen Erneuerungen. Die letzte große Überarbeitung wurde mit dem „Agricultural Act 1996“ geschaffen, welche am 01. Januar 2000 in Kraft trat. Alle registrierten und zugelassenen Molkereien und Händler müssen die Erlöse aus den Verkäufen ihrer Milchprodukte an das USDA melden.

Diese berechnen dann durchschnittliche Minimumpreise für Milch und ihre Milchkomponenten, gemäß den Milchprodukten („Classes“) zu denen diese verarbeitet werden, um den Milcherzeugern einen einheitlichen Mischpreis auszahlen zu können.

Diese Mindestpreise werden nach komplexen Preisfestsetzungen und Preiskalkulationen auf Basis von veröffentlichten Marktpreisen von AA-Butter, Cheddar Cheese, Nonfat Dry Milk (Magermilch) und Dry Whey (Molke) berechnet. Diese marktwirtschaftlich ermittelten Minimumpreise werden von der Agricultural Marketing Service (AMS) jeweils am Freitag mit einer Woche Verspätung veröffentlicht.

Ausgewiesen werden die Milchpreise in den USA in „Dollars per hundredweight“ (cwt.), was umgerechnet Dollar pro 45,6 kg entspricht. [Vgl. Bachelor-Thesis Thies Jensen Im Studienfach Ökonomik der Milchwirtschaft: Optionen auf dem U.S.-Milchterminmarkt – Übertragbarkeit auf Europa: Chancen, Risiken und Handlungsempfehlungen]

Class I: Trinkmilch (Vollmilch, fett-reduziert, Magermilch, Buttermilch und andere Milchmischgetränke)

Class II: leicht verarbeitete Produkte (Eis, H-Milch, Joghurt, Sour Cream, Kaffeesahne etc.)

Class III: Käse (Cream Cheese und Hard Cheese))

Class IV: stark verarbeitete Produkte (Butter und Milchpulver – speziell Nonfat Dry Milk)

Da die Marktpreise innerhalb der USA je nach Region differieren, sind die Vereinigten Staaten in 11 Milchpreisregionen, sogenannte „Federal Milk Marketing Order Areas“ unterteilt. Diese Anzahl an Regionen hat sich im Laufe der 80-jährigen Geschichte stark reduziert. Mit der letzten großen Überarbeitung der Federal Milk Marketing Orders im Jahre 1996 und der Einführung im Jahr 2000 wurde auch die Anzahl der Milchpreisregionen von 31 auf 11 reduziert. Seit 2004 arbeiten nun mehr 10 Milchpreisregionen nach dem „Agricultural Marketing Agreement Act von 1937“ und damit nach dem Federal Order System.

Neben der Beeinflussung der Milchpreisbildung durch die Ebene der Veredelungstiefe hat die regionale Vermarktung auch einen großen Einfluss.

Eine „Order Area“ – also eine Milchpreisregion – ist grundsätzlich in ein geographisches Gebiet festgelegt – wie in der folgenden Abbildung ersichtlich – in dem Händler direkt miteinander um den Verkauf von Milch und Milchprodukten konkurrieren. Sie umfassen nicht zwangsläufig den Ort der Milcherzeugung oder den Ort, an dem die Milch verarbeitet wird, sondern sind vielmehr dadurch definiert, wo die Molkereien bzw. Händler ihre Milch bzw. die Produkte verkaufen.

Hat ein Abnehmer z.B. seine Produktionsstätte im Grenzgebiet zwischen den Regionen Southeast und Florida, bezieht aber seine komplette Milch in Southeast, muss er nicht zwangsläufig auch in der „Order Area“ reguliert sein. Veräußert dieser seine Milch zu größten Teilen in Florida, so wird die Regulation dort geregelt.

Wird in mehreren verschiedenen Regionen gehandelt, fällt der Händler immer unter die Regulation der Region, in der die meiste Milch veräußert wurde.

Innerhalb der jeweiligen „Order Area“ erhalten alle Milcherzeuger einen einheitlichen Mindestmilchpreis (bei gleicher Qualität), ohne Rücksicht auf die Verwendung der Milch. Dies wird durch das sogenannte „Pooling“ ermöglicht, welches später erläutert wird.

In das System der Federal Order fällt nicht die komplett produzierte Milch aus den jeweiligen Regionen. In den USA wird zwischen „Grade A“ und „Grade B“-Milch unterschieden, die sich durch unterschiedliche Qualitätsanforderungen unterscheiden. Für das Federal Order System wird nur die „Grade A“-Milch verwertet. Allerdings hatte „Grade B“-Milch bereits 2002 kaum noch eine Bedeutung, da die USA damals bereits zu 98 % „Grade A“-Milch produzierten.

Im Jahr 2015 wurden 61 % der erzeugten Milch in den USA gebündelt und unter der FMMO vermarktet. Der größte Teil der verbleibenden Milch wird in anderen staatlichen Programmen reguliert, wie etwa in Kalifornien, wo etwa 19 % der US-Milch im Jahr 2015 produziert wurden. [Vgl. Bachelor-Thesis Thies Jensen Im Studienfach Ökonomik der Milchwirtschaft: Optionen auf dem U.S.-Milchterminmarkt – Übertragbarkeit auf Europa: Chancen, Risiken und Handlungsempfehlungen]

Eine Ausnahme in der Bezahlung mittels Federal Milk Marketing Orders haben die Genossenschaften. Diese sind zwar dem Federal Order System angeschlossen und melden auch ihre Zahlen, allerdings besteht für diese Gesellschaftsform keine Verpflichtung zur Zahlung des ermittelten Mindestpreises. Das beruht auf dem Hintergrund, dass die Milcherzeuger die Eigentümer der Genossenschaft darstellen und per se das Ziel hat, den bestmöglichen Preis an ihre Mitglieder auszuzahlen.

Die Bekanntgabe der jeweiligen Mindestpreise der verschiedenen „Classes“ erfolgt an unterschiedlichen Tagen und haben einen unterschiedlichen Einfluss. So werden die Mindestpreise für Class III und Class IV – Produkte monatlich am Freitag vor dem 5. Tag des Folgemonats bekannt gegeben (z.B. Mindestpreise für März am Freitag (vor) dem 5. April).

Die Preise für Class I und II werden schneller berechnet und bereits am 23. des laufenden Monats bekanntgegeben.

Der Einfluss der gesammelten Preise der AMS auf die Börsenpreise an der CME zeigen eine hohe Korrelation und machen dadurch den Börsenhandel noch interessanter, welches später noch detaillierter erläutert wird. [Vgl. Bachelor-Thesis Thies Jensen Im Studienfach Ökonomik der Milchwirtschaft: Optionen auf dem U.S.-Milchterminmarkt – Übertragbarkeit auf Europa: Chancen, Risiken und Handlungsempfehlungen]

Damit jede Milchpreisregion („Order Area“) den einheitlichen Mindestpreis auch flächendeckend zahlen kann, komplettiert das sogenannte „Pooling“ das System des „Federal Milk Marketing Order“.

Das Pooling verpflichtet jeden registrierten und somit regulierten Milchhändler, Molkerei und Verarbeiter, die Einnahmen aus Milch und Milchprodukten nach den jeweiligen Klassen zu berücksichtigen. In Abhängigkeit der Verwendung der Milch in den verschiedenen „Classes“ wird nun ein gewichteter durchschnittlicher Mindestpreis berechnet.

Alle Marktteilnehmer sind einem „Producer settlement fund angeschlossen, der dafür zuständig ist, alle Milcherzeuger zu einem einheitlichen Preis entlohnen zu können. Dies wird durch die Bildung eines Mischpreises („Producer price differential“) über alle Klassen hinweg ermöglicht.

Somit müssen die Marktteilnehmer, die Ihre Milch zu einem besseren Preis als den Durchschnittspreis verwerten können, einen errechneten Anteil in diesen Fonds einzahlen. Die Marktteilnehmer, die dies nicht konnten, bekommen davon einen Anteil ausgezahlt. Allerdings werden die unternehmensinternen Zu – und Abschläge für z.B. bessere Qualitäten, geringere Zellzahlen und Preisdifferenzen etc. vorher verrechnet und nicht für die Ausgleichszahlungen berücksichtigt.

Somit ist es für die Milcherzeuger innerhalb einer Region grundsätzlich unerheblich, zu welcher Klasse ihre angelieferte Milch verarbeitet wird, da eine Class die Berechnungsbasis darstellt. Der über alle Milchvermarktungsklassen hinweg gebildete Mischpreis spiegelt den Mindestpreis wider. Allerdings können trotzdem weiterhin höhere Auszahlungspreise der einzelnen Molkereien oder Händler durch bessere Vermarktungsmöglichkeiten erzielt werden.

In den meisten „Federal Order“-Regionen (7 von 11) werden die Milcherzeuger nach den Milchinhaltsstoffen bezahlt – Fett, Eiweiß und andere Qualitätsmerkmale.

Da bei dem Class III – Preis die meisten Komponenten berücksichtigt werden und die meiste Milch auch für Class III – Produkte produziert wird, wird dies in den meisten Regionen als Berechnungsbasis angesetzt. Wie ebenso dem Anhang Nr. 1 zu entnehmen ist, wurde im Februar 2018 ca. 81 % der produzierten Milch in der „Upper Midwest Marketing Area“ zu Class III – Produkten verarbeitet. [Vgl. Bachelor-Thesis Thies Jensen Im Studienfach Ökonomik der Milchwirtschaft: Optionen auf dem U.S.-Milchterminmarkt – Übertragbarkeit auf Europa: Chancen, Risiken und Handlungsempfehlungen]

Wie bereits erwähnt, werden die verschiedenen Mindestpreise der Class I – IV auf Basis der Milchkomponenten berechnet. Allerdings hat jede Klasse zum Teil unterschiedliche Berechnungsfaktoren.

Class I

In der Class I finden bei beiden Berechnungsvariablen – also Butterfett und Magermilch – die von der AMS veröffentlichten erwarteten bzw. geschätzten Produktpreise ihre Anwendung. Bei den Class III und IV werden die monatlich veröffentlichten Preise in die Berechnung einbezogen, bei der Class I werden die geschätzten zwei-Wochen-Werte genutzt. Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass ein spezieller und höher geschätzter Magermilchpreis von Class III oder IV Anwendung bei der Berechnung zur Class I findet. Dieser wird dann noch mit einer variablen Differenz verrechnet. Beim Butterfett wird der erwartete Fettwert der Class III und IV mit einer weiteren speziellen Differenz verrechnet.

Die Class I – Differenz kann für jedes County innerhalb einer „Federal Milk Marketing Order Area“ unterschiedlich sein. Weiterhin weisen die gesamten Regionen oftmals auch unterschiedliche Differenzen auf. Grundsätzlich nimmt die Differenz zu, je weiter weg eine Region oder auch der einzelne Milcherzeuger vom Hauptabsatzort entfernt liegt.

Class II

Die Mindestpreise für Class I und II – Produkte werden ein wenig anders berechnet als die vorherigen beiden Klassen. Da die Preise für die Classes I und II bereits am 23. des laufenden Monats bekannt gegeben werden, aber teilweise in Abhängigkeit zu den Preisen der Classes III und IV stehen, werden Näherungs – bzw. Schätzwerte für die Preisbildung herangezogen, die mittels der erwarteten Werte der AMS ermittelt werden. Die korrekten Preise für Classes III und IV werden erst ca. zwei Wochen nach den Class I und II – Preisen veröffentlicht.

Der Class II – Butterfettpreis ist der zuletzt bekannte monatliche Class IV / III Butterfettpreis zuzüglich einer konstanten Differenz.

Der Class II – Magermilchpreis ist ein geschätzter / erwarteter Class IV Magermilchpreis zuzüglich einer Konstanten.

Class III und Class IV

Die Milchpreise der Classes III und IV werden anhand der Marktgroßhandelspreise von vier Milcherzeugnissen bestimmt.

  1. AA-Butter
  2. Cheddar Cheese
  3. Nonfat Dry Milk
  4. Dry Whey

Class IV

Der Class IV – Preis wird durch die Preise der fettfreien Milchinhaltsstoffe für die Magermilch und des Butterfetts bestimmt.

Für den Butterfettwert wird der monatlich von der AMS veröffentlichte Butterpreis mit den Verarbeitungskosten (feste Größe) und dem Ertragsfaktor (Äquivalent) verrechnet.

Der Magermilchpreis errechnet sich aus den fettfreien Inhaltsstoffen und der Verrechnung von Verarbeitungskosten, um Magermilch zu gewinnen, und dem Ertragsfaktor (Äquivalent).

Die Berechnung des Class III – Preises wird durch den Preis und die Menge von Butterfett in Butter und Käse, sowie Protein in Käse und anderen fettfreien Stoffen in der Molke berechnet. Bisher werden die gleichen Rechenschritte wie für Class IV durchgeführt, bei denen allerdings andere Verarbeitungskosten etc. angenommen werden. Durch die

zusätzliche Aufnahme von Käse in die Berechnung müssen zudem mehrere Rechenschritte vollzogen werden. [Vgl. Bachelor-Thesis Thies Jensen Im Studienfach Ökonomik der Milchwirtschaft: Optionen auf dem U.S.-Milchterminmarkt – Übertragbarkeit auf Europa: Chancen, Risiken und Handlungsempfehlungen]